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50 Jahre HAURI in Bötzingen:
vom Schotterwerk zum Mineralstoffwerk



Firmengründer Hans G. Hauri erwarb zusammen mit seiner Frau Sonja am 01. April 1964 das als Schotterwerk gegründete Unternehmen in Bötzingen am Kaiserstuhl.
Durch seinen seit 1955 bestehenden Schotterwerksbetrieb in Freiamt, erkannte Hans G. Hauri sofort das Entwicklungspotential des Standortes Bötzingen und des hier abgebauten Vulkangesteins Phonoliths. Der Bötzinger Phonolithgestein, auch 'Klingstein' genannt, enthält besondere Zeolithe (Natrolith), die vielfältige Anwendungen ermöglichen.

1964 startete man mit 12 Produkten. Bis in die 70er-Jahre wurden nur Wasserbausteine und Schottervarianten produziert. Nach dem Bau der ersten Gesteinsmühle (1969) begann der sukzessive Schritt zur Veredelung des Gesteins und somit der Weg vom Schotterwerk zum Mineralstoffwerk. 1985 wurden schon 23 und heute bereits über 200 unterschiedliche Produkte hergestellt. Möglich wurde dies durch die Verstärkung der Geschäftsleitung um die beiden Söhne Thomas Hauri (Produktion) und Frank Hauri (Vertrieb), die seit nunmehr 25 Jahren die Zielrichtung der Firmengründer begleiten.

Sieht man den Phonolith als graues Vulkangestein, denkt man nicht an seine zahlreichen Einsatzmöglichkeiten. Die kontinuierliche Entwicklung über ein halbes Jahrhundert ließen jedoch vielfältige Anwendungen des Gesteins entstehen:
  • Ein Anwendungsbereich ist die Landwirtschaft. Aufgrund seiner ähnlichen Zusammensetzung wie Nilschlamm, wissen Biobauern den Phonolith als Bodenverbesserungsmittel zu nutzen. Außerdem ist Phonolith in ganz Europa als Futtermittelzusatzstoff im Futtermittelgesetz zugelassen. Viele Betriebe setzen das Gestein fein gemahlen zum Nutzen der Tiere ein.
  • Der Phonolith vom Kaiserstuhl bildet die Grundlage für den weithin bekannten VULKANIT-FANGO, welcher seit Jahrzehnten als bewährtes Medizinprodukt in den verschiedensten Bereichen eingesetzt wird.
    Kannten schon die alten Römer die heilsame Wirkung des Naturschlamms, so wird das Produkt heute weltweit auch sehr erfolgreich im Wellnessbereich eingesetzt. So zählen luxuriöse Hotels bis hin nach Kanada zu den Kunden der HAURI Mineralstoffwerke.
  • Der Phonolith hat auch eine weitere positive Eigenschaft: im Beton beigemischt kann er fast ohne Festigkeitsverluste 25% des Zementgehaltes ersetzen. Dabei ist er energiesparender und somit umweltfreundlicher als Zement. 1 to Phonolith spart rund 0,6 to CO2. Deshalb wurde auch der Bau der Produktionsanlage durch das Land Baden-Württemberg bezuschusst. So finden diese Betonzusatzstoffe Anwendung z.B. in Betonplatten oder Pflastersteinen.
  • Die Liste der Anwendungen lässt sich durch den Einsatz als Asphalt-Füller aber auch in hochwertigen Putzen im modernen Hausbau fortsetzen.
  • Zusätzlich wurden Sonderprodukte in der Geothermie entwickelt. Mit diesen Produkten sollen Schadensfälle wie in Staufen vermieden werden. Das Produkt ZEOTHERM wurde aufgrund seiner hervorragenden Qualität zum Beispiel beim Neubau des Prestigeobjekts des EU-Parlaments in Luxemburg eingesetzt.
  • Auch in der Industrie wird Phonolith verwendet. Bei der Produktion von Glasflaschen und Mineralwolle wird der Phonolith zur Erhöhung der Säurestabilität und aufgrund seiner guten Schmelzeigenschaften außerdem zur Energiereduktion eingesetzt.
Das Vertriebsgebiet hat sich in den 50 Jahren stark entwickelt. Wurden die Produkte früher ausschließlich im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald vertrieben, beliefert man heute neben Deutschland verstärkt die angrenzenden Länder Schweiz und Frankreich.

Auf dem bisher erreichten dürfen sich die HAURI Mineralstoffwerke nicht ausruhen, weshalb immer an neuen Konzepten gearbeitet wird. So wurde vor 20 Jahren damit begonnen neben dem Phonolith auch weitere Rohstoffe zu veredeln und zu mischen. Aktivkohle für Tel-Aviv, Natriumcarbonat für die Solvay-Gruppe in ganz Europa oder Rohstoffe für einen geplanten Schnellzement in Kooperation mit der japanischen Firma Denka sind nur wenige Beispiele für die erreichte Vielfalt.
Im Jahr 2008 konnte für den Bereich der gebrannten und ungebrannten Kalke für viele in Bötzingen hergestellte Mischprodukte eine Rohstoffunabhängigkeit erreicht werden. Mit der Gründung des HAURI Produktionswerkes Merdingen erschloss sich unmittelbar der Rohstoff Kalk dem Unternehmen und die in diesem Werk produzierten Produkte ergänzen die gesamte Produktpalette.

Eine wichtige Basis des Erfolges, ohne die die starke Entwicklung der HAURI Mineralstoffwerke nicht möglich gewesen wäre, sind die motivierten und qualifizierten Mitarbeiter. Am 01.04.1964 wurde mit ca. 20 Mitarbeitern gestartet und heute sind bereits über 100 Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Berufsfeldern der Idee der Veredelung natürlicher Rohstoffe in insgesamt 3 Standorten verpflichtet. Die langjährige Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter garantiert, dass wertvolles Wissen nicht verloren geht, sondern in die Weiterentwicklung von Produkten und Qualitäten investiert werden kann.

Der Geschäftsführung ist es ein Anliegen zu diesem Anlass 3 wichtigen Einrichtungen in Bötzingen zu unterstützen: die Bötzinger Schulen, womit die Jugend unterstützt wird, den Sozialfonds Bötzingen e.V., der sich der schnellen Unterstützung Hilfsbedürftiger verschrieben hat sowie die Nachbarschaftshilfe, die sich für die Unterstützung der häuslichen Pflege einsetzt.






Sonja und Hans G. Hauri



Lebensraum Vulkangestein Phonolith



Werksansicht 1969




Werksansicht 2012




Modernste Analyse mit RDA




HAURI Mineralstoffwerk heute




Phonolithabbau in den 30er Jahren

 






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 Der Auftrag

 Am Freitag den 23. August 2013 hatten wir den Auftrag, von 7.00 Uhr morgens stündlich  
 insgesamt 4 Lastzüge Phocal in die Schweiz an eine Baustelle auszuliefern. weiterlesen